Über Jahre und drei Umzüge hinweg ist mein gemütliches Home-Studio stetig mitgewachsen. Heute habe ich mein absolutes Traum-Setup erreicht. Einziger Wermutstropfen: Zwischen Job und Familie bleibt mir aktuell selten die Zeit für so lange Sessions, wie ich sie mir wünschen würde.

Angefangen habe ich damals mit Linux MultiMedia Studio (LMMS), was FL Studio – oder wie man es damals noch nannte: ‚Fruity Loops‘ – sehr nahekam. Im Dezember 2013, als ich merkte, dass ich das Hobby definitiv fortsetzen möchte, wechselte ich zu FL Studio und bin der Software bis heute treu geblieben.
Jedoch war durch den Wechsel vom PC auf den Mac der ein oder andere Holperstein zu überwinden. Bis heute läuft FL Studio auf meinem aktuellen Mac Mini leider nicht zu 100 % stabil und ohne Abstürze. Deshalb habe ich in letzter Zeit öfter darüber nachgedacht, auf Logic Pro umzusteigen.
Nach dem Wechsel auf FL Studio kaufte ich mir auch recht schnell meinen ersten MIDI-Controller. Ich denke, fast jeder, der mit Musikproduktion in Berührung kommt, kennt dieses kleine Keyboard von AKAI: die Rede ist vom AKAI MPK mini.

Auf diesem kleinen Controller sammelte ich meine ersten Erfahrungen beim Einspielen von Drums und Melodien – und ich hatte damals ein wirklich schlechtes Taktgefühl. Bis zuletzt diente der kleine Controller zur Steuerung der App ‚AUM Audio Mixer‘ auf dem iPad und hat nach wie vor seinen festen Platz hier im Studio.
Kurz darauf kaufte ich mir mit dem Hintergedanken, richtig spielen zu lernen, mein erstes Keyboard: das Yamaha PSR-E243. Mit diesem Instrument habe ich sicherlich hunderte Stunden verbracht und mir autodidaktisch das Spielen beigebracht. Ich muss zwar zugeben, dass ich mich am Keyboard immer noch als Anfänger sehe, aber ich finde mich zurecht und kann meine musikalischen Ideen umsetzen – und genau das war mir wichtig.
Als ich spielerisch Fortschritte machte, legte ich mir mit dem M-Audio Oxygen 49 (ich vermute, du meinst das 49er?) ein weiteres Keyboard mit anschlagsdynamischen Tasten zu. Auf diesem Gerät sind wirklich viele Beats entstanden und es hat mich sehr lange begleitet. Zum Oxygen gesellte sich dann recht schnell ein Novation Launchpad, mit dem ich vor allem unterwegs, aber auch im Studio, viele Drums und Melodien einspielte. Auch dieses steht heute noch in meinem Setup.

Nach dem Launchpad folgten recht schnell meine ersten zwei Synthesizer. In dieser Zeit wollte ich nicht mehr klassisch vor dem PC sitzen und auf einen Monitor starren, um Musik zu machen. Ich kaufte mir zuerst die Akai Rhythm Wolf – eine komplett analoge Drum-Machine – gefolgt von der Novation Circuit, einer wirklich tollen digitalen Groovebox.


Mit diesem Setup arbeitete ich eine sehr lange Zeit, bis ich zum iPad fand und eine ganz neue Welt der mobilen Musikproduktion kennenlernte. Für lange Zeit schwor ich der Musikproduktion am PC komplett ab und stieg erst auf mein erstes iPad und später auf das iPad Pro von 2018 (oder 2020?) um. Da der Anschluss von Controllern an ein iPad oft umständlich ist, kaufte ich mir recht schnell den KORG nanoKEY Studio. Die Besonderheit bei diesem MIDI-Controller war, dass er sich mittels Bluetooth kabellos mit dem iPad verbinden ließ.

Nach der Zeit am iPad und dem Kauf eines MacBooks mit M1-Prozessor kehrte ich nach und nach wieder zu FL Studio zurück – auch wenn die Software aufgrund der neuen Prozessorarchitektur anfangs mehr schlecht als recht lief. In der Zwischenzeit hatte AKAI in Kooperation mit Image-Line einen eigenen Controller speziell für FL Studio entwickelt. So kam es, dass der AKAI Fire Einzug in mein Studio hielt – auch wenn ich zugeben muss, dass ich ihn letztlich nur wenig verwendet habe.

Gegen 2019 bin ich zur Plugin-Sammlung ‚Komplete‘ von Native Instruments gewechselt. Vor etwa ein zwei Jahren war es für mich daher nur der logische Schritt, auch auf die passende Hardware von Native Instruments umzusteigen. Zuerst zog die Maschine MK2 bei mir ein.

Kurze Zeit später folgte dann logischerweise auch das passende Keyboard: das Native Instruments Komplete Kontrol S61 (ich nehme an, du meinst das S61?). Mit der Kombination aus der Maschine, dem Keyboard und dem Plugin-Paket Komplete 14 Ultimate bin ich aktuell wirklich sehr zufrieden. Damit bin ich für die nächsten Jahre bestens aufgestellt, um kreativ zu sein und Musik zu machen.

Über all die Jahre haben neben der ganzen Technik auch einige echte Instrumente den Weg in mein Studio gefunden. Unter anderem eine E-Gitarre, eine Akustikgitarre, eine Ukulele und eine Marimba. Leider beherrsche ich die Saiteninstrumente und die Marimba bisher nur ‚semi-gut‘. Das möchte ich in nächster Zeit ändern und mir das Gitarrespielen im Selbststudium beibringen.



Auch wenn die Zeit durch Job und Familie aktuell oft knapp bemessen ist, freue ich mich über jede noch so kleine Auszeit in meinem Traum-Setup. Es ist für mich der perfekte Rückzugsort geworden, an dem ich den Alltag hinter mir lassen kann – ganz egal, ob ich an einem neuen Beat schraube, komplexe Melodien entwerfe oder einfach nur ganz entspannt die ersten Griffe auf der Gitarre übe.
